Verlagsrechtlicher Lizenzvertrag

  • =   Verpflichtung, mit welcher der Verleger auf rein obligatorischer Basis Teile der auf ihn übertragenen Rechte an Dritte weiterüberträgt
  • Gegenstand
    • Inhaber des absoluten Rechts
      • Weitergabe von Nutzungsrechten an Dritte zur Verwertung
      • = Ebene Werknutzer-Drittnutzer (Verwerter)
    • Weiteres, zweites Vertragsverhältnis
      • Weiterübertragung von Nebenrechten vom Hauptverleger auf einen Werkverwerter
  • Rechtsnatur
    • Lizenz ist nach herrschender Lehre obligatorischer Natur
  • Abhängigkeit vom Verlagsvertrag
    • Verlagsrechtliche Lizenz ist vom Bestand bzw. von der Existenz des Verlagsvertrags abhängig
    • Oft liegt der Zweck der verlagsrechtlichen Lizenz in der Weiterlizenzierung, abgesehen von den Fällen
      • buchnaher Nebenrechte
      • der neuen Formen der Online- und Offline-Verwertung

Weiterführende Literatur

  • HOCHREUTENER INGE, Urhebervertragsrecht im Verlagsbereich, in: Urhebervertragsrecht, Streuli-Youssef Magda (Hrsg.), S. 73 f.
  • HILTY RETO M., Die Rechtsgrundlage des Lizenzvertrags, in: Hans Ulrich Walder (Hrsg.), Aspekte des Wirtschaftsrechts, Festgabe zum Schweizerischen Juristentag, 1994, Zürich 1994, S. 111 ff.
  • HILTY RETO M., Lizenzvertragsrecht, S. 108 ff. und S. 138 ff.
  • WEINMANN CONRAD, Die Rechtsnatur der Lizenz, Bern 1995
  • LANGE HANS PETER, Der Lizenzvertrag im Verlagswesen, Schriften zum Medienrecht (SM), Band 3, Bern 1979, S. 14 (a.Mg.; LANG will die Verlagslizenz auf die buchnahen Nebenrechte beschränken wissen)

Drucken / Weiterempfehlen: